ESSENER UMWELTPREIS 2026: GUTE IDEEN FÜRS KLIMA GESUCHT

Mit dem Essener Umweltpreis 2026 werden Projekte ausgezeichnet, die Klima und Umwelt schützen und zugleich einen Mehrwert für Essen schaffen – mitmachen können ausdrücklich auch kleine und mittelständische Unternehmen.

Nachhaltigkeit, die sichtbar wird

Klimaschutz, Ressourceneffizienz und nachhaltiges Wirtschaften sind längst auch Unternehmensthemen. Vieles, was Betriebe bereits heute umsetzen, wirkt dabei über den eigenen Standort hinaus: weniger Abfall, ein bewussterer Umgang mit Ressourcen, mehr Grün oder neue Lösungen für eine nachhaltigere Produktion und Logistik.

Genau solche bereits realisierten Projekte sucht der Essener Umweltpreis 2026. Die Stadt Essen zeichnet gemeinsam mit der BIB – BANK IM BISTUM ESSEN Maßnahmen aus den Bereichen Natur, Umwelt- und Klimaschutz sowie Klimaanpassung aus, die im Essener Stadtgebiet umgesetzt wurden und einen gesellschaftlichen Mehrwert bieten. Dafür stehen insgesamt 10.000 Euro Preisgeld zur Verfügung. Weitere 2.000 Euro vergibt die Stadt für den Sonderpreis „Fairtrade“.

 

Gute Ideen gibt es längst – hier bekommen sie eine Bühne

Wie unterschiedlich nachhaltiges Engagement aussehen kann, zeigen die vergangenen Jahre. 2025 überzeugte etwa die Stiftung Zollverein mit einer vielseitigen Nistlandschaft für bedrohte Insekten. Gemeinsam mit der Initiative Wilde Biene entstand ein neuer Lebensraum, der zugleich als Lern- und Erlebnisort genutzt wird. Ein Beispiel dafür, wie sich auch größere Standorte ökologisch aufwerten und gleichzeitig stärker für ihr Umfeld öffnen lassen.

Einen ganz anderen Schwerpunkt zeigte das Siegerprojekt aus dem Jahr 2024: Die Essener rhinopaq GmbH erhielt den ersten Platz beim Fairtrade-Sonderpreis für ihre wiederverwendbaren Versandverpackungen. Sie bestehen zu 60 Prozent aus Rezyklat und kommen ohne Klebeband aus. Bei zehnfacher Nutzung lassen sich laut Stadt Essen gegenüber herkömmlichen Verpackungen 50 Prozent CO₂ und 90 Prozent Abfall einsparen. Auch die Entsorgungsbetriebe Essen (EBE) zeigten 2023, welches Potenzial in vorhandenen Betriebsflächen steckt: Ein ehemaliges Klärbecken wurde zu einem Wasser- und Feuchtgebiet für Amphibien umgestaltet. Das Projekt erhielt den ersten Preis des Jahres.

Wer kann sich bewerben?

Mitmachen können Essener Bürger:innen, Vereine, Initiativen, Schulen und Kitas sowie kleine und mittelständische Unternehmen. Die Projekte sollen innerhalb der vergangenen zwei Jahre umgesetzt worden sein und beispielsweise aus den Bereichen Klima- und Umweltschutz, Nachbarschaft und soziales Engagement, Umweltbildung oder Fairer Handel kommen – gern mit Ideen, die einen Mehrwert für andere schaffen und zum Nachahmen anregen. Laufende Maßnahmen müssen bis Ende Januar 2027 abgeschlossen sein. Neben dem Umweltpreis können Projekte und Aktivitäten rund um den Fairen Handel für den Sonderpreis „Fairtrade“ eingereicht werden. Bewerbungsschluss ist der 18. Oktober 2026.

Bewerbungsformulare und weitere Informationen gibt es unter essen.de/umweltpreis. Die Unterlagen können ergänzt um Fotos oder weitere Anlagen beim Umweltamt der Stadt Essen eingereicht werden.

 

Kontakt

Melanie Bayo, Umweltamt der Stadt Essen
E-Mail: [email protected]
Telefon: 0201 88-59131

 

Foto: EWG / Johannes Kassenberg