Attraktiver Büromarkt: Flächenumsatz liegt über langjährigem Durchschnitt

Der neue Campus von ALDI Nord: Auf einer Fläche so groß wie 14 Fußballfelder ist eine hochmoderne, agile Arbeitswelt entstanden mit Platz für bis zu 2.000 Mitarbeitende. Foto: ALDI Einkauf SE & Co. oHG

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Die Nachfrage nach Büroflächen in Essen zieht wieder mächtig an. Während die erste Hälfte 2022 noch von Zurückhaltung geprägt war, zeigte der Essener Büromarkt in der zweiten Jahreshälfte eine starke Dynamik. Das Ergebnis: Insgesamt liegt der Büroflächenumsatz in 2022 bei rund 133.000 m². Das bedeutet nicht nur eine Steigerung von über 40 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Flächenumsatz in 2022 übertrifft auch sowohl den Durchschnitt der letzten fünf (+ 8.000 m²) als auch der letzten zehn Jahre (+ 15.000 m²) deutlich.

Maßgeblich dazu beigetragen haben zwei Abschlüsse jenseits der 10.000 m²-Marke: So hat die Polizei Essen rund 21.500 m² Bürofläche im Büropark Bredeney an der Theodor-Althoff-Straße angemietet. Hier entsteht bis 2026 das neue Polizeipräsidium Essen. Mit einem Abschluss über rund 16.500 m² wartet das Universitätsklinikum Essen auf, das eine Großimmobilie samt Grundstück in der Theodor-Althoff-Straße im Stadtteil Bredeney erworben hat. Geplant ist, das Gebäude in diesem Jahr zu beziehen.

Großkonzerne beziehen neue Firmenzentralen

Auch Essens Großkonzerne zeigen Heimatverbundenheit und beweisen, wie attraktiv der Standort ist. So bezogen zum Beispiel ALDI Nord und RWE neu gebaute und topmoderne Firmenzentralen. Bis dahin mieteten sie Büroflächen im gesamtem Stadtgebiet an. Diese Standortkonzentrationen und die damit verbundenen Freizüge von Büroflächen führten maßgeblich zu einer Steigerung der Leerstandsquote von 7,3 % zum Ende des Jahres 2022.

Spitzenmiete steigt

Für die Attraktivität des Essener Büromarktes sprechen auch die erneut angestiegenen Mieten. Die Spitzenmiete liegt inzwischen bei 17,00 €/m², die Durchschnittsmiete bei 12,50 €/m².