Wasserstoff-Messe in Tokio: Essen präsentiert sich als starker H2-Standort

Die EWG war am Messestand von NRW.Global Business Japan mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Foto: NRW.Global Business Japan

Wasserstoff ist der Energieträger der Zukunft. Auf der FC EXPO, der weltweit größten Messe für Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie, vom 3. bis 5. März 2021 in Tokio, präsentierte die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH den Wirtschaftsstandort Essen als einen der Treiber der Wasserstoff-Revolution.

Durch die hohe Dichte an namhaften Unternehmen aus Industrie und Energiewirtschaft in Verbindung mit einer Vielzahl von Universitäten, Forschungseinrichtungen und Start-ups in der Metropole Ruhr ist Essen beim Thema Wasserstoff sehr gut aufgestellt – sowohl auf nationaler als auch auf internationaler Ebene. „Die FC EXPO bietet die ideale Plattform, um den Wasserstoff-Standort Essen auf der Weltkarte noch stärker zu positionieren. Darüber hinaus gilt es, die Vernetzung mit japanischen H2-Akteuren aus dem Bereich der Industrie, Forschung und Lehre zu intensivieren und gemeinsame Kooperationsprojekte voranzutreiben“, beschreibt EWG-Geschäftsführer Andre Boschem die Intention zur Messe-Teilnahme.

Die dreitägige Messe in Japans Hauptstadt fand in hybrider Form statt: vor Ort und virtuell. Die EWG war am Messestand von NRW.Global Business Japan, dem Auslandsbüro der landeseigenen Außenwirtschaftsförderungsgesellschaft, mit einem eigenen Informationsstand vertreten. Aufgrund der derzeitigen Reisebeschränkungen wurde die Essener „vor Ort-Präsenz“ vom Team von NRW.Global Business Japan betreut, das dem internationalen Fachpublikum als Ansprechpartner zur Verfügung stand und Videogespräche mit dem in Essen sitzenden Japan-Experten der EWG, Go Theisen, arrangierte. So führte Go Theisen unter anderem ein Videogespräch mit drei Vertreter*innen der Stadt Tokio (Tokyo Metropolitan Government) über den branchenübergreifenden Austausch hinsichtlich energiewirtschaftlicher Themen. Weitere Videogespräche, beispielsweise mit einem Unternehmen aus Osaka, machten deutlich, dass der Wasserstoff-Standort Essen international auf großes Interesse stößt.

Deutsch-japanisches Forschungsprojekt

Welche Früchte die internationale Zusammenarbeit im Bereich Wasserstoff tragen kann, zeigt ein aktuelles Projekt vom Gas- und Wärme-Institut Essen (GWI), dem japanischen Forschungszentrum FREA und Mitsubishi Power Europe. Durch die deutsch-japanische Kooperation wird in Essen die europaweit erste Festoxid-Brennstoffzelle installiert. Das sogenannte Hybrid-SOFC-System zur hocheffizienten und umweltschonenden Energieerzeugung soll bis März 2022 am GWI in Essen in Betrieb genommen werden. Hier wird das System in die Strom- und Wärmeversorgung des Instituts eingebunden und im Rahmen eines Forschungsprojektes wissenschaftlich begleitet. Ziel ist, ökologische und systemische Potenziale und den Einsatz von Wasserstoff im realen Anlagenbetrieb zu erforschen. Der Baubeginn ist für Sommer 2021 vorgesehen. Der Kontakt zwischen GWI und FREA konnte mit Hilfe der EWG im Rahmen von deutsch-japanischen Delegationsreisen zwischen Essen und Koriyama in der Präfektur Fukushima hergestellt und vertieft werden.

Mehrsprachige Infos zum Fokusmarkt Energie

In Essen haben Deutschlands größte Energiekonzerne ihren Hauptsitz, hier treiben kleine und mittelständische Unternehmen, Start-ups und renommierte Forschungseinrichtungen die Entwicklung innovativer Technologien voran und liefern nachhaltige und klimaneutrale Lösungen für die Energie von morgen. Grund genug, für diesen Fokusmarkt ein eigenes Infoblatt für den internationalen Einsatz zu erstellen und neben der deutschen auch jeweils eine englische sowie japanische und chinesische Version anzubieten. Alle Informationen zum Standort sowie den Fokusmärkten Gesundheit und Energie stehen auf der Website der EWG als Download unter www.ewg.de/mediathek zur Verfügung. Sie basieren auf Zahlenmaterial vom Dezember 2020.

HERAUSGEBER:

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