14.11.2016 | Immobilienmarkt

Essens Wirtschaft legt ordentlich zu

Essen ist das wirtschaftliche Zentrum des Ruhrgebiets und kann auch deutschlandweit mit einer beeindruckenden Wirtschaftsentwicklung aufwarten. Im Vergleich der zehn größten Städte Deutschlands gehört Essen zu den drei Städten mit der stärksten wirtschaftlichen Entwicklung.

Zu diesem Ergebnis kommt die EWG - Essener Wirtschaftsförderung bei der Auswertung der aktuellsten Zahlen der Statistischen Ämter der Länder, die bis zum Jahr 2014 reichen.

Starke ökonomische Dynamik

Die amtliche Statistik zeigt: Im 10-Jahres-Zeitraum von 2004 bis 2014 nahm in Essen die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft enorm zu. Das Bruttoinlandsprodukt ist seit dem Jahr 2004 um 31,9 Prozent gestiegen und liegt im Jahr 2014 bei rund 25,5 Milliarden Euro. Im Vergleich der zehn größten Städte Deutschlands ist Essen damit der Standort mit der drittstärksten wirtschaftlichen Entwicklung. Berlin und München liegen mit einer Steigerung von 37,9 Prozent bzw. 32,4 Prozent vor Essen.

Auch die Bruttowertschöpfung verzeichnet ein starkes Wachstum. 2014 wurde in Essen eine Bruttowertschöpfung von rund 22,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Jahr 2004 bedeutet das einen Anstieg von 30,9 Prozent. Im Vergleich der zehn größten deutschen Städte wird Essen dabei nur von Berlin und München mit einer Steigerung von 36,9 Prozent bzw. 31,5 Prozent übertroffen.

Spitzenreiter bei der Wirtschaftsleistung je Erwerbstätigen

Betrachtet man indes die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigen, behauptet sich Essen souverän und belegt mit einer Steigerung von 23,1 Prozent wie in den Vorjahren den ersten Platz. Mit großem Abstand und einer Steigerung von 18,4 Prozent folgt Berlin. In absoluten Zahlen heißt das: Seit dem Jahr 2004 stieg das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in Essen um 14.717 Euro – so viel wie in keiner anderen Vergleichsstadt – und liegt im Jahr 2014 bei 78.370 Euro. Bei der Entwicklung der Bruttowertschöpfung je Erwerbstätigen lässt Essen die Vergleichsstädte ebenfalls hinter sich und belegt mit einer Steigerung von 22,2 Prozent die Spitzenposition vor Berlin und München.

Attraktives Arbeitsmarktzentrum

Auch die Zahl der Erwerbstätigen in Essen ist gestiegen. Im Jahr 2014 arbeiteten 325.101 Erwerbstätige in Essen, das sind 21.529 Menschen mehr als noch vor zehn Jahren. Damit behauptet Essen weiterhin seine Stellung als attraktiver und größter Arbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet.

85,9 Prozent der Erwerbstätigen sind in Essen im Dienstleistungsbereich tätig, der ein Plus von 28.793 Erwerbstätigen seit dem Jahr 2004 verzeichnet. In diesem Bereich verzeichnet Essen seit 2004 eine Steigerung der Bruttowertschöpfung von 29,1 Prozent. Lediglich Berlin mit 38,5 Prozent und Köln mit 29,5 Prozent liegen hier vor Essen.

Im Produzierenden Gewerbe sank die Zahl der Erwerbstätigen um 13,7 Prozent auf 45.587. Positiv ist, dass das das Produzierende Gewerbe in Essen bei der Bruttowertschöpfung dennoch ordentlich zugelegt hat: von 2004 bis 2014 um 36,5 Prozent – übertroffen nur von München mit 44,1 Prozent.

Stadt der DAX-Konzerne

Mit E.ON, RWE, thyssenkrupp, ALDI Nord, HOCHTIEF, Schenker und Evonik haben bereits sechs der 50 bzw. sieben der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands ihren Hauptsitz in Essen. Mit der im MDAX notierten Brenntag wird im Jahr 2017 ein weiterer Global Player hinzukommen. Essen beheimatet mit den beiden größten deutschen Energiekonzernen E.ON und RWE sowie mit thyssenkrupp drei DAX-Konzerne. Deutschlandlandweit hat nur die rund zweieinhalb Mal so große Millionenstadt München mehr DAX-Konzerne als Essen.

HERAUSGEBER:

EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
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45127 Essen
Fon: 0201 / 82024-0
Fax: 0201 / 82024-92
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