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Essener Start-up als deutscher Champion in San Francisco

Dr. Julian Bosch von der Essener Intrapore GmbH misst die Verschmutzung des Bodens. Foto: Intrapore GmbH

Vor einigen Tagen wurden im Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit die Gewinner des StartGreen Awards ausgezeichnet. Der Preis wird jährlich an umwelt- und nachhaltigkeitsorientierte Gründer und Unternehmen vergeben. Im Rahmen dieser Veranstaltung hat das RKW Kompetenzzentrum, die Koordinierungsstelle der Gründerwoche Deutschland, drei Unternehmen ausgewählt. Ihnen wird die Teilnahme an der internationalen Cleantech Open Global Ideas Challenge in den USA ermöglicht, einem internationalen Wettbewerb für Unternehmen aus dem Cleantech-Bereich.

Zu den Gewinnern gehört das im Triple-Z ansässige Unternehmen Intrapore GmbH. Das Essener Unternehmen wird als deutscher Champion zum Wettbewerbs-Finale reisen, das im Rahmen der weltweiten Cleantech Week vom 7. bis 9. Februar 2017 in San Francisco stattfindet. Das Unternehmen konnte sich unter insgesamt 85 Kandidaten aus dem gesamten Bundesgebiet durchsetzen. Es überzeugte über seine Geschäftsidee hinaus besonders durch die Internationalisierung seiner Tätigkeit: Intrapore ist schon heute in ganz Europa aktiv, und erste Kontakte sind nach Asien und Nordamerika geknüpft.

Intrapore wurde 2015 von Geowissenschaftlern und Branchenexperten in Essen gegründet und wird von der EWG - Essener Wirtschaftsförderung beraten und unterstützt. Intrapore hat technologisch führende Verfahren entwickelt, mit denen schadstoffbelastetes Grundwasser tief im Boden dekontaminiert werden kann. Dabei geht es unter anderem um leichtflüchtig chlorierte Kohlenwasserstoffe (LCKW). LCKW wurden in Deutschland ab dem Zweiten Weltkrieg zur Entfettung von Metallen und zur Kleiderpflege tonnenweise verwendet. Sie gelangten durch unsachgemäße Beseitigung ins Grundwasser und können zu Schäden der inneren Organe und des zentralen Nervensystems führen. Toxische LCKW-Konzentrationen sind auch heute noch in Böden und Grundwässern zu finden.

Beim innovativen Verfahren von Intrapore wird am kontaminierten Standort ein den jeweiligen Schadstoffen angepasster Nano- und Mikropartikel-Mix in das Grundwasser oder den Boden injiziert. In Tiefen von 5 bis 50 Metern unter der Oberfläche reagieren die Partikel mit dem Schadstoff und bauen ihn ab. Der Vorteil: Der Betrieb an der Oberfläche wird durch den „minimal-invasiven“ und auch vergleichsweise kostengünstigen Eingriff nicht gestört, und die Partikel können maßgeschneidert und zielgerichtet an den Schadstoff gebracht werden. Außerdem können mit diesem Verfahren auch krebserregende Schadstoffe wie Benzol, Toluol und zahlreiche Schwermetalle im Boden neutralisiert werden.

Zu den Kunden von Intrapore gehören zahlreichen Eigentümer kontaminierter Grundstücke, Consultingunternehmen und Behörden im In- und Ausland. Für sie plant Intrapore den Einsatz der Nano- und Mikropartikel an den jeweiligen Standorten, liefert die Partikel und führt die Anwendung durch.

HERAUSGEBER:

EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH
Kennedyplatz 5
45127 Essen
Fon: 0201 / 82024-0
Fax: 0201 / 82024-92
E-Mailinfo@ewg.de
Internet: https://www.ewg.de

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