Essener Büromarkt: Höchster Flächenabsatz seit 2008

Mit dem neuen Standort im Universitätsviertel - grüne mitte Essen rückt die FUNKE MEDIENGRUPPE mitten in die Innenstadt. Visualisierung: AllesWirdGut Architektur ZT
Brenntag verlegt seinen Unternehmenssitz nach Essen und bezieht Ende 2017 ein neues Bürogebäude, das Platz für rund 650 Mitarbeiter bietet. Visualisierung: HOCHTIEF Projektentwicklung GmbH

Der Essener Büromarkt, mit 3,88 Millionen m² BGF der größte in der Metropole Ruhr, bestach im Jahr 2015 mit einer sehr hohen Absatzleistung: Sie erreichte rund 139.100 m² und damit das beste Ergebnis seit 2008.

Das sehr gute Absatzergebnis des Jahres 2015 prägen vier Großabschlüsse mit insgesamt rund 66.400 m². So wird die FUNKE MEDIENGRUPPE zukünftig einen neuen Gebäudekomplex im Universitätsviertel - grüne mitte Essen mit rund 22.500 m² Büro- und Verwaltungsfläche belegen. Ein weiterer großer Mietabschluss geht mit rund 18.500 m² auf das Konto der Brenntag AG. Der Weltmarktführer in der Chemiedistribution wird bis Ende 2017 seine neue Unternehmenszentrale im GRUGACARREE, für dessen Quartiersentwicklung und Vermarktung die EWG verantwortlich ist, beziehen. Auch der internationale Energiedienstleister ista hat sich für das GRUGACARREE entschieden und wird seinen Unternehmenssitz in den Büroneubau "Silberkuhlsturm" verlagern. Hier mietete die ista Deutschland GmbH langfristig rund 10.500 m² an. Und die BITMARCK-Unternehmensgruppe, führender IT-Dienstleister im Gesundheitswesen, bezieht Ende 2017 rund 14.900 m² im siebengeschossigen Büroneubau am Essener EUROPA-CENTER-Areal.

Die beliebtesten Bürolagen sind – wie in den Vorjahren auch – weiterhin die Büromarktzonen Innenstadt/Südviertel und Rüttenscheid/Bredeney. Stabilität zeichnet auch die Spitzenmiete aus, die unverändert bei 14,00 € pro m² liegt und in Neubauprojekten in den sehr guten Lagen im Bereich der Innenstadt und in Rüttenscheid/Bredeney erzielt wird. Eine leichte Veränderung verzeichnet der Leerstand: Er ist gegenüber 2014 um 0,1 Prozentpunkte gesunken und beträgt zum 31. Dezember 2015 ca. 5,3 %, ein im bundesweiten Vergleich sehr niedriger Wert.

Reges Investmentgeschehen

In Essen sorgen die sehr positive Entwicklung des Bürovermietungsmarktes und der niedrige Leerstand für ein lebhaftes und zunehmendes Investmentgeschehen. So erwirbt die UniCredit-Tochter WealthCap den Büroneubau THE GRID. Auch der britische Investor Henley engagiert sich in Essen und erwirbt ein Immobilienportfolio vom Industriedienstleister Ferrostaal. Die Objekte hat das Unternehmen über seine Tochter Henley 360 für rund 50 Millionen Euro gekauft. Zu ihnen gehören neben der Ferrostaal-Zentrale weitere benachbarte Bürogebäude und eine Wohnimmobilie mit einer Gesamtnutzfläche von rund 35.000 m². Die Leipziger Immobilien-AG publity hat den in unmittelbarer Nähe der A52 gelegenen, rund 46.000 m² großen Büropark Bredeney gekauft.

Gutes Rendite-Risiko-Verhältnis

Im Vergleich zu den Investitionen in den Big Seven-Standorten haben Investitionen in Büroimmobilien in Essen ein besseres Rendite-Risiko-Verhältnis. Während infolge des hohen Anlagedrucks die Ankaufsrenditen in den zentralen Lagen an allen Top-7-Standorten unter- oder knapp oberhalb der 4 % liegen, betragen die Nettoanfangsrenditen in Essen 5,3 %. In dezentralen Lagen liegen sie bei 6,4 %.*

* Quelle: bulwiengesa AG; RIWIS

HERAUSGEBER:

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Fax: 0201 / 82024-92
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