Erste deutsch-chinesische Geriatrie-Konferenz in Essen

Foto: Teilnehmende einer Geriatrie-Konferenz
V.l.: Britta Buschfeld (Direktorin, Vocational Training, AHK Shanghai), Liu Guang (Direktor, Jiangsu Provincial Economic and Trade Office in Germany), Garrelt Duin (Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk des Landes Nordrhein-Westfalen), Prof. Dr. Hans-Georg Nehen (Geriater), Dr. Dietmar Düdden (Geschäftsführer der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH), Thomas Kufen (Oberbürgermeister der Stadt Essen), Guang Liu, Silke Besser (Geschäftsführerin der Deutsch-Chinesischen Wirtschaftsvereinigung e.V.), Dr. Ulrich Thiem (Chefarzt der Klinik für Geriatrie im Geriatrie-Zentrum Haus-Berge), Shi Le (Leiterin des Jiangsu Futian Rehabilitation Hospital), Liu Jintao (Investment Direktor, Yangtze Delta Institute of Tsinghua University, Zhejiang, Zhejiang Zhehua Investment Co., Ltd.). Foto: EWG

Der Austausch und die Zusammenarbeit zwischen der Stadt Essen und China haben sich in den letzten Jahren verstärkt. Ausschlaggebend für die Intensivierung der Beziehungen ist das im Jahr 2013 gestartete Pilotprojekt EU-China Urbanization Partnership, das die Entwicklung und Unterstützung einer nachhaltigen Stadtentwicklung in China und Europa zum Ziel hat. Gleichzeitig war diese Kooperation Basis für die mittlerweile unterzeichnete Städtepartnerschaft zwischen beiden Städten. Aus den in den letzten Jahren intensiver gewordenen Beziehungen sind zahlreiche Aktivitäten hervorgegangen – so auch die erste deutsch-chinesische Geriatrie-Konferenz (1st Sino-German Geriatric Conference), die am 15. und 16. November 2016 in Essen stattfand.

Rund 90 Mediziner, weitere Experten und politische Vertreter aus China und Deutschland folgten der Einladung der DCW DEUTSCH-CHINESISCHEN WIRTSCHAFTSVEREINIGUNG und der EWG - Essener Wirtschaftsförderung nach Essen. Vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung zu einer immer älteren Bevölkerung, der sich verändernden familiären Versorgungsstrukturen und dem Trend zur Urbanisierung gewinnt dieses Thema sowohl in Deutschland als auch in China eine immer größere gesellschaftliche Bedeutung. Die Entwicklungen stellen eine große Herausforderung im Bereich der Altenpflege und der geriatrischen Versorgung dar, für die in den kommenden Jahren Lösungen gefunden werden müssen. Darum ging es auch am ersten Veranstaltungstag. Nach dem Grußwort von Thomas Kufen, Oberbürgermeister der Stadt Essen, referierte Garrelt Duin, NRW-Minister für Wirtschaft, Energie, Industrie, Mittelstand und Handwerk zum Thema Gesundheitswirtschaft im Licht der demographischen Entwicklung. Zahlreiche Vorträge chinesischer und deutscher Experten und Podiumsdiskussionen zu den verschiedenen Bereichen der Altersmedizin und -pflege folgten. Neben der geriatrisch-medizinischen Pflege und Versorgung waren die Planung und der Betrieb von Altenheimen und Geriatriezentren ein Schwerpunktthema der Veranstaltung.

Essen zählt in Deutschland zu den herausragenden Medizin- und Geriatriestandorten. Die Erfahrungen mit Forschungsprogrammen zum alten- und behindertengerechten Wohnen, zu ambulanter und stationärer Pflege sowie bei der geriatrischen Versorgung existieren mittlerweile seit mehr als 30 Jahren. Die am zweiten Veranstaltungstag durchgeführte Besichtigungsrundfahrt mit den Besuchen des Geriatrie-Zentrums Haus Berge und des Gerhard-Kersting-Haus verdeutlichte die besondere Essener Kompetenz im Bereich der Altersmedizin und Geriatrie-Infrastruktur.

Kurzum: Der Kongress diente als Plattform für den deutsch-chinesischen Erfahrungs- und Gedankenaustausch, schuf die Basis für Kooperationen im Bereich der Geriatrie und soll auch in den nächsten Jahren fortgesetzt werden.

HERAUSGEBER:

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Fax: 0201 / 82024-92
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