Neue Wirtschaftsimpulse aus China

Eröffnungszeremonie Changzhou Center in der 22. Etage des Rathauses. Foto: Peter Prengel, Stadt Essen

Die von der EU geförderte Projektpartnerschaft mit der chinesischen Stadt Changzhou nimmt immer konkretere Formen an. Am Mittwoch (15.10.) empfing Oberbürgermeister Reinhard Paß eine chinesische Delegation unter Leitung des ersten Parteisekretärs Yan Li im Essener Rathaus. Gemeinsam feierten sie die erste Niederlassung eines chinesischen Unternehmens in Essen als wichtigen Meilenstein in der Kooperation.

Mit der Eröffnung des "Changzhou-center for economic and technological development" soll weiteren Unternehmen aus Changzhou Ansiedlungsmöglichkeit gegeben werden.

Die Niederlassung des chinesischen Automobilzulieferers Nanfang Bearing in den Räumlichkeiten der EWG ist das erste Ergebnis eines Unterstützungsnetzwerkes zur Ansiedlung von Wirtschaftsunternehmen, das die Stadt Essen seit November 2013 aufbaut.

Oberbürgermeister Reinhard Paß betonte in seiner Ansprache: "Wir setzen damit ein sichtbares Zeichen in Richtung der chinesischen Seite. Ich bin sehr zuversichtlich, dass es von weiteren Unternehmen in Changzhou wahrgenommen wird. Ich hoffe sehr, dass sie diesem Signal folgen werden."

In den Büros werden künftig auch die Stadt Changzhou und der Wujin Distrikt vertreten sein. Damit entsteht in Essen eine erste Anlaufstelle für weitere Unternehmen aus Fernost.

"In gleicher Weise gilt es aber auch, die deutsche Seite für Changzhou zu begeistern", so Dr. Dietmar Düdden, Geschäftsführer der Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft (EWG). "Denn als schnellwachsende Metropole bietet die Stadt Changzhou ein riesiges Potential für die hiesige Wirtschaft und für Kooperationen in den Bereichen Bildung und Gesundheit."

Zum Hintergrund: Die strategische Zusammenarbeit mit China gewinnt für die heimische Wirtschaft zunehmend an Bedeutung. Das verdeutlichen die zahlreichen und vielfältigen Aktivitäten von Unternehmen, Stiftungen, Verbänden und politischen Institutionen. Im Zuge dieser internationalen Entwicklung haben die Stadt Essen, das Wirtschaftsministerium des Landes NRW, die IHK Essen, die Wirtschaftsförderung der Metropole Ruhr und die EWG verabredet, die Kooperation mit einer chinesischen Stadt gemeinsam auszuloten - vorzugsweise aus der Partnerregion des Landes Nordrhein Westfalen Jiangsu.

Aufgrund der Empfehlung der Provinzregierung Jiangsu entstanden erste Kontakte mit der Stadt Changzhou, die mit ihren 4,7 Millionen Einwohnern zu den wachstumsstärksten Regionen mit dem größten Investitionspotenzial des gesamten Jangtsekiang-Deltas zählt.

Die Projektpartnerschaft mit Changzhou passt sich in die Strategie Essen.2030 – Essen.erfolgreich ein. Sie unterstützt mit ihren Teilprojekten und Kooperationen die Erreichung der Ziele "Vernetzten Innovations- und Wissenschaftsstandort schaffen" sowie "Dynamischen Standort für den Mittelstand gestalten".

Inhaltlich breit aufgestellt birgt sie das Potenzial, die Beziehung kontinuierlich auszubauen:

Essen ist als eine von zwölf europäischen Städten Teil eines groß angelegten Programms zur Verbesserung des europäisch-/ chinesischen Austauschs im Bereich Stadtentwicklung und Ressourcenschutz. Dabei bilden auch die für beide Regionen drängenden Themen Energie, Klimaschutz und Wasserreinhaltung, sowie die aktuellen Bestrebungen, Ressourceneffizienz zu einem Leitthema des Ruhrgebiets für die neue Förderperiode zu machen, den Rahmen für die Zusammenarbeit.

Kooperationen mit der Universitätsklinik Essen, der Interessensgemeinschaft der Essener Wirtschaft sowie der Hochschule für Oekonomie & Management gGmbH runden die Beziehung ab.

HERAUSGEBER:

Stadt Essen
Presse- und Kommunikationsamt
Rathaus, Porscheplatz
45121 Essen
Fon: +49 201 88 0 (Zentrale)
E-Mailinfo@essen.de
Internet: https://www.essen.de/rathaus/presseservice_14/PresseAnsprechpartner.de.html

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