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Wirtschaftsmetropole Essen

Schon 845 begann mit dem vom Heiligen Altfrid, Bischof von Hildesheim, gegründeten Frauenstift die Geschichte des Standorts Essen. Mit der Industrialisierung wuchs die Stadt und war eines der wichtigsten Zentren der Montanindustrie in Deutschland. Nach dem Rückgang der Schwerindustrie entwickelte sich der Dienstleistungssektor zu einer tragenden Säule der Essener Wirtschaft. Heute ist Essen mit rund 590.000 Einwohnern eine der größten Städte Deutschlands und potenter Wirtschaftsstandort im Herzen des 5,1 Millionen Einwohner starken Ballungsraumes Metropole Ruhr.

Der Standort Essen bietet hervorragende Rahmenbedingungen für Unternehmen und Investitionen. Essen ist Top-Wirtschaftsstandort mit zahlreichen Konzernen, einem leistungsfähigen und international ausgerichteten Mittelstand, sechs Hochschulen und rund 25 Forschungseinrichtungen, internationalen Leitmessen, starken High-Tech-Branchen und einer hervorragenden Infrastruktur.

Als geographisches Zentrum ist Essen Verkehrsknotenpunkt: Innerhalb einer Reisezeit von einer Stunde erreichen mehr als 11 Millionen Menschen den Standort mit dem Auto und mehr als 9 Millionen Menschen mit den öffentlichen Verkehrsmitteln. Die zentrale Lage garantiert die Nähe zu leistungsfähigen Zulieferern und Kunden sowie die Verfügbarkeit von Fachkräften.

Die Attraktivität des Wirtschaftsstandortes zeigt sich in zahlreichen Unternehmensansiedlungen und dem stetigen Wachstum der Wirtschaftsleistung.

Starke ökonomische Dynamik

Die aktuellsten Angaben der Statistischen Ämter der Länder zeigen: Im 10-Jahres-Zeitraum von 2004 bis 2014 nahm in Essen die Leistungsfähigkeit der Wirtschaft enorm zu. Das Bruttoinlandsprodukt ist seit dem Jahr 2004 um 31,9 Prozent gestiegen und liegt im Jahr 2014 bei rund 25,5 Milliarden Euro. Im Vergleich der zehn größten Städte Deutschlands ist Essen damit der Standort mit der drittstärksten wirtschaftlichen Entwicklung. Berlin und München liegen mit einer Steigerung von 37,9 Prozent bzw. 32,4 Prozent vor Essen.

Betrachtet man indes die Entwicklung des Bruttoinlandsproduktes je Erwerbstätigen, behauptet sich Essen souverän und belegt mit einer Steigerung von 23,1 Prozent wie in den Vorjahren den ersten Platz. Mit großem Abstand und einer Steigerung von 18,4 Prozent folgt Berlin. In absoluten Zahlen heißt das: Seit dem Jahr 2004 stieg das Bruttoinlandsprodukt je Erwerbstätigen in Essen um 14.717 Euro – so viel wie in keiner anderen Vergleichsstadt – und liegt im Jahr 2014 bei 78.370 Euro.

Auch die Bruttowertschöpfung verzeichnet ein starkes Wachstum. 2014 wurde in Essen eine Bruttowertschöpfung von rund 22,9 Milliarden Euro erwirtschaftet. Gegenüber dem Jahr 2004 bedeutet das einen Anstieg von 30,9 Prozent. Im Vergleich der zehn größten deutschen Städte wird Essen dabei nur von Berlin und München mit einer Steigerung von 36,9 Prozent bzw. 31,5 Prozent übertroffen.

Attraktives Arbeitsmarktzentrum

Mit der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit steigt auch die Zahl der Erwerbstätigen in Essen. Im Jahr 2014 arbeiteten 325.101 Erwerbstätige in Essen, das sind 21.529 Menschen mehr als noch vor zehn Jahren. 85,9 Prozent der Erwerbstätigen sind in Essen im Dienstleistungsbereich tätig, der einen Zuwachs von 28.793 Erwerbstätigen seit dem Jahr 2004 verzeichnet. Auch die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten entwickelt sich positiv: Im Juni 2016 waren 238.374 SV-Beschäftigte in Essen tätig – eine Steigerung von 4.962 SV-Beschäftigten im Vergleich zu Juni 2015. Damit behauptet Essen weiterhin seine Stellung als attraktiver und größter Arbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet.

Dienstleistungsstandort

82,9 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Essen arbeiten im Dienstleistungssektor.

Insbesondere für Fachkräfte bietet der Standort eine Vielzahl von Arbeitsplätzen. Der Anteil der Beschäftigten in der Informations- und Kommunikationswirtschaft und in den freiberuflichen wissenschaftlichen und technischen Dienstleistungen liegt mit 4,5 Prozent bzw. 11,9 Prozent weit über dem NRW-Durchschnitt. Der Anteil der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten mit akademischem Abschluss liegt bei 17,0 Prozent – und damit ebenfalls weit über dem NRW-Durchschnitt.

Der hohe Grad der Tertiärisierung und die damit einhergehende hohe Anzahl von Bürobeschäftigten wirken sich auf die Größe des Büroflächenbestandes aus. Essen ist der bedeutendste Bürostandort in der Region und macht seinem Namen als „Schreibtisch des Ruhrgebiets“ alle Ehre.

Stadt der DAX-Konzerne

Mit E.ON, RWE, thyssenkrupp, ALDI Nord, HOCHTIEF, Schenker und Evonik haben bereits sechs der 50 bzw. sieben der 100 umsatzstärksten Unternehmen Deutschlands ihren Hauptsitz in Essen. Mit der im MDAX notierten Brenntag wird im Jahr 2017 ein weiterer Global Player hinzukommen. Essen beheimatet mit den beiden größten deutschen Energiekonzernen E.ON und RWE sowie mit thyssenkrupp drei DAX-Konzerne. Deutschlandlandweit hat nur die rund zweieinhalb Mal so große Millionenstadt München mehr DAX-Konzerne als Essen.

Industriestandort

Essen verfügt über einen starken industriellen Kern, der insbesondere durch das Baugewerbe, die Energiewirtschaft, die Metall- und Elektroindustrie und den Maschinen- und Anlagenbau geprägt wird.

Rund 200 Industrieunternehmen und produzierende Handwerksbetriebe mit jeweils 20 und mehr Beschäftigten sind in Essen beheimatet. Insgesamt beschäftigt das produzierende Gewerbe ca. 45.600 Erwerbstätige, davon rund 38.600 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte.

Die am Standort ansässigen Industrieunternehmen tragen wesentlich zur wirtschaftlichen Wertschöpfung in Essen bei. Die industrielle Bruttowertschöpfung macht rund 31 Prozent der Gesamtwertschöpfung in Essen aus. Neben international ausgerichteten DAX-Konzernen und weiteren großen Unternehmen von Weltrang wie beispielsweise thyssenkrupp AG, Evonik Industries AG, HOCHTIEF AG, RWE AG, Ferrostaal AG und STEAG GmbH ist die Industrie in Essen mittelständisch geprägt. Auch die mittelständischen Unternehmen, wie zum Beispiel Optek-Danulat GmbH, FRIGOBLOCK Großkopf GmbH, Schwarzer Precision GmbH & Co.KG und cph Deutschland Chemie GmbH agieren erfolgreich in internationalen Märkten.

In Essen ist die Industrie treibende Kraft für die Entwicklung weiterer Zukunftsbranchen und neuer Leitmärkte wie Gesundheit, IuK-Technologien, Energietechnik und Ressourceneffizienz. Auch wenn der Dienstleistungsbereich der um ein Vielfaches größere Sektor in Essen ist, prägt die Industrie mit ihrer hohen Produktivität wesentlich die Wertschöpfung in Essen.

Ausgewogener Branchenmix

Starker und bedeutender Wirtschaftsfaktor vor Ort ist die Energiewirtschaft, aber auch die Gesundheitswirtschaft mit über 42.000 sozialversicherungspflichtig Beschäftigten. Insgesamt sind in Essen Wachstums- und Zukunftsbranchen stark vertreten. Das gilt insbesondere für die Energieversorgung, das Grundstücks- und Wohnungswesen, freiberufliche, wissenschaftliche und technische Dienstleistungen, unternehmensbezogene Dienstleistungen, sonstige wirtschaftliche sowie öffentliche und private Dienstleistungen, Information und Kommunikation, das Baugewerbe und das Gastgewerbe. Kurzum: Essen besitzt mit seinen Zukunfts- und Wachstumsbranchen eine gute Branchenstruktur.