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Essen – Standort für Unternehmen der Kreativwirtschaft

Als Kreativstandort hat Essen im Ruhrgebiet schon heute eine Spitzenposition inne. Auch innerhalb Europas eilt Essen ein kreativer Ruf voraus: Die niederländische Wirtschaftszeitung "Het financieele Dagblad" zählt Essen zu den 50 kreativsten Städten Europas.

Ob Design, Werbung, Kunst, Musik, Film, Rundfunk, Architektur, Software oder Presse – in Essen entwickeln rund 10.000 Beschäftigte in über 1.800 Unternehmen kreative Ideen, Produkte und Dienstleistungen. Im Hinblick auf die Anzahl der Erwerbstätigen gehören die Bereiche Software/Games, Werbung und das Presse- und Verlagswesen zu den TOP 3-Teilbranchen. In diesen drei Bereichen, die in Essen einen exzellenten Ruf genießen, sind 60 % der Erwerbstätigen in der Kreativwirtschaft tätig.

Alleinstellungsmerkmal Design

Eindeutiger Schwerpunkt in Essen ist der Bereich "Design". Rund 1.300 Beschäftigte arbeiten in einem der rund 400 Büros und Ateliers von Industrie-, Produkt-, Kommunikations-, Schmuck- oder Modedesignern. Herausragende Elemente sind die langjährige Folkwang-Tradition mit dem Museum Folkwang und der Folkwang Universität der Künste, das UNESCO-Welterbe Zollverein sowie das Red Dot Design Museum und der Red Dot Award. Diese international bekannten Namen stehen für gelebtes Design von Weltruf.

Folkwang Tradition

Seit bald 90 Jahren steht der Name Folkwang für herausragendes künstlerisches Lehren, Lernen und Produzieren und ist längst zum kulturellen Markenzeichen für Essen geworden – weit über nationale Grenzen hinweg.

Das Museum Folkwang gehört heute zu den renommiertesten Kunstmuseen Deutschlands. 1902 von Karl Ernst Osthaus in Hagen gegründet, entwickelte es sich in kürzester Zeit zum wegweisenden Museum für moderne Kunst in Deutschland. Das Museum verdankt seinen Ruf den herausragenden Sammlungen zur deutschen und französischen Malerei des 19. Jahrhunderts, der klassischen Moderne sowie der Kunst nach 1945. Bedeutend sind auch die Bestände der Grafischen Sammlung sowie die 1978 gegründete Fotografische Sammlung, die heute zu den angesehensten ihrer Art in Europa zählt.

Auch die Folkwang Universität der Künste genießt für ihre exzellente Ausbildung in den Bereichen Musik, Theater, Tanz, Gestaltung und Wissenschaft ein hohes Ansehen und bundesweites Renommee. Seit 1927 sind hier – gemäß der Folkwang Idee von der spartenübergreifenden Zusammenarbeit der Künste – die verschiedensten Kunstrichtungen und Disziplinen unter einem Dach vereinigt. Die mehr als 1.500 Studierenden der Folkwang Universität kommen aus nahezu allen Ländern der Welt.

Eine langjährige Tradition weist die universitäre Ausbildung im Bereich Design auf. Die Folkwangschule für Gestaltung wurde im Jahre 1948 als Folkwang Werkkunstschule wieder eröffnet. 1972 wurde der Fachbereich Kunst und Design in die Universität-Gesamthochschule Essen integriert, die 2003 mit der Mercator-Universität Duisburg zur der Universität Duisburg-Essen fusionierte. 2007 wurden die Studiengänge Industrial Design, Kommunikationsdesign und Fotografie in die Folkwang Hochschule – seit 2008 Folkwang Universität der Künste – zurückgeführt. Im Jahr 2017 werden die rund 600 Studierenden der Bereiche Industrie-, Kommunikations- und Fotodesign in einen eigens für sie neu gebauten Design-Campus auf Zollverein ziehen.

UNESCO-Welterbe Zollverein

Zollverein gilt als „schönste Zeche der Welt“, Wahrzeichen des Ruhrgebiets, Monument der Industriekultur und Symbol für den Wandel. Von der einst größten Steinkohlenzeche Europas hat sich das Areal zu einem lebendigen Kulturstandort entwickelt. Design und Gestaltung gehören neben Kunst, Kultur, Architektur und Tourismus fest zu den Standbeinen des UNESCO-Welterbes Zollverein.

Zollverein gehört heute mit mehr als 1,5 Millionen Besuchern jährlich zu den TOP 15 der beliebtesten Sehenswürdigkeiten Deutschlands. Die ehemalige Zeche selbst gilt dabei mit dem ästhetischen Anspruch der Baukunst von Fritz Schupp und Martin Kremmer als ein gelungenes Beispiel für die Verbindung von Form und Funktion. Nach der letzten Schicht vor dreißig Jahren im Jahre 1986 folgte die Zeit der Neuorientierung und 2001 die Ernennung zum UNESCO-Welterbe. International renommierte Architekten wie Rem Koolhaas, Lord Norman Foster sowie Kazuyo Sejima und Ryue Nishizawa setzten die designorientierte Arbeit ihrer Vorgänger fort. Die zukunftsweisende Umnutzung hat dazu geführt, dass Zollverein auch als Kreativstandort neue Bedeutung erfährt und talentierten Menschen ein inspirierendes Umfeld für das Konzipieren neuer Wege bietet.

Red Dot

Ebenfalls auf Zollverein beheimatet ist das Design Zentrum Nordrhein Westfalen mit dem Red Dot Design Museum und dem Red Dot Award. Der Award wird in seinen Ursprüngen seit 1955 vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen organisiert und ist mit mehr als 17.000 Einreichungen im Jahr einer der anerkanntesten Designwettbewerbe der Welt. Die Gala ist die offizielle Preisverleihung für die Preisträger des "Red Dot Award: Product Design". Allen Preisträgern des "Red Dot: Best of the Best" wird die besondere Ehre zuteil, ihre Skulptur, die Red Dot Trophy, auf der Bühne entgegenzunehmen – vor mehr als 1.200 Gästen aus aller Welt.

Mit seiner mehr als 60-jährigen Geschichte zählt das Design Zentrum Nordrhein Westfalen zu den ältesten und renommiertesten Design-Institutionen der Welt. „Gutes Design erfahrbar und die Qualität alltäglicher Gegenstände begreifbar machen“ – das ist die Aufgabe der Red Dot Design Museen in Essen, Singapur und Taipeh. Das Red Dot Design Museum in Essen ist ein fester Bestandteil des Welterbes Zollverein und ist seit dem Jahr 1997 im ehemaligen Kesselhaus beheimatet, das von dem Stararchitekten Lord Norman Foster zu einem Museum für Design umgebaut wurde. Das Red Dot Design Museum gilt als die weltweit größte Ausstellung zeitgenössischen Designs in der atemberaubenden Architektur des Welterbes Zollverein. Mehr als 180.000 Besucher kommen jährlich in das vom Design Zentrum Nordrhein Westfalen betriebene Museum, um Exponate zeitgenössischen Produktdesigns zu erleben. Rund 2.000 formschöne und innovative Exponate auf rund 4.000 Quadratmetern machen preisgekröntes Design und die Qualität alltäglicher Gegenstände erfahrbar.

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