„AmpaCity“ - Die Zukunft innerstädtischer Stromverteilung
Essen wird Modellstadt für neue Supraleiterstrecke zum Stromtransport
20.01.2012
Essen wird Pionier für eine neue innerstädtische Stromversorgung. RWE Deutschland legt 2013 das derzeit weltweit längste Hochtemperatur-Supraleitkabel unter die Erde. Ein modernes 10.000-Volt-Supraleiterkabel soll auf einem Kilometer Länge die herkömmlichen 110.000-Volt-Leitungen zwischen zwei Umspannstationen in der Essener Innenstadt ablösen.
Das Kabel ist nicht nur leistungsfähiger, es braucht auch weniger Platz als ein herkömmliches Kupferkabel. Vier- bis fünfstöckige Umspannanlagen, von denen heute 36 Stück das Stadtbild prägen, könnten so auf lange Sicht überflüssig werden.Supraleiter gelten als zukunftweisende Lösung für eine platzsparende und besonders energieeffiziente Übertragung von Strom in Städten.
Oberbürgermeister Reinhard Paß: "Die Energiewende braucht Innovationen. Durch den Atomausstiegsbeschluss steht die Energiewirtschaft insbesondere in Deutschland vor gewaltigen Herausforderungen. Stromerzeugung, -transport, -verteilung, -speicherung und -verbrauch müssen zum Teil völlig neu gedacht werden. Gerade durch die Knappheit der Zeit werden hier innovative Lösungen benötigt, um die Probleme zu lösen. Das Projekt „AmpaCity“ ist genau in diesem Kontext zu sehen. AmpaCity ist ein wichtiger Baustein für die energieeffiziente Stromübertragung der Zukunft. Die Stadt Essen begrüßt das Projekt. Und die Stadt Essen begrüßt insbesondere auch die Entscheidung von RWE, das Projekt hier in Essen – quasi in (fast) direkter Nachbarschaft zur historischen Keimzelle des RWE-Konzerns – zu realisieren. Wir freuen uns auf die Zusammenarbeit im Projekt, und auf weitere innovative Projekte am Standort Essen."
In den kommenden Monaten beginnt die detaillierte Planung des Projekts. Dazu gehört unter anderem die Festlegung des Trassenverlaufs. Nach heutiger Planung wird das supraleitende Kabel bis Ende November 2013 in Betrieb genommen und in das Essener Stromnetz integriert werden.
Aufgrund besonderer Vorzüge und der Perspektiven von Supraleitern in der Stromverteilung der Zukunft wird das Projekt vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) gefördert. Die gesamtkosten des Forschungsprojketes belaufen sich auf rund 13,5 Millionen Euro, einschließlich der Förderung durch den Bund in Höhe von 6,3 Millionen Euro.
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