v.l.: Michael Happe (Büro für Kommunal- und Regionalplanung), Dr. Dietmar Düdden (Geschäftsführer der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) und Claudia Peters (Leiterin der Kommunikation in der EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH) präsentierten der Presse die aktuellen Strukturdaten.

Essen gibt Vollgas – Städtevergleich Rhein-Ruhr

18.10.2011

Essens Wirtschaftskraft bewegt sich weiterhin auf hohem Niveau. Dies belegen aktuelle Strukturdaten, die die EWG - Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH gemeinsam mit dem BKR - Büro für Kommunal- und Regionalplanung Essen am 18. Oktober 2011 präsentierte.

Der Vergleich mit den sechs großen Ruhrgebietsstädten und mit Düsseldorf und Köln zeigt: Essen behauptet bei der Leistungsfähigkeit der Wirtschaft souverän seine führende Rolle im Ruhrgebiet und holt gegenüber den beiden Rheinmetropolen mächtig auf. Beim Bruttoinlandsprodukt und bei der Bruttowertschöpfung kann Essen in den letzten Jahren eine weitaus höhere prozentuale Steigerung als die Ruhrgebietsstädte und auch als Düsseldorf und Köln verbuchen.

So steigerte die Essener Wirtschaft ihr Bruttoinlandsprodukt (BIP) von 2006 bis 2009 um 22,9 Prozent auf 24,8 Mrd. Euro. Zum Vergleich: Düsseldorf erhöhte das BIP im gleichen Zeitraum um 13,7 Prozent und Köln um 0,04 Prozent.

Auch das BIP je Erwerbstätigem legte in Essen deutlich zu: Von 2006 bis 2009 wuchs es um 17,2 Prozent. Das ist ein deutlich höherer Zuwachs als in Düsseldorf (+ 7,8 Prozent), Mülheim an der Ruhr (+ 3,2 Prozent) und Dortmund (+ 2,4 Prozent). In allen anderen Vergleichsstädten sank die Produktivität – in Köln sogar um 4,3 Prozent. Der absolute Wert beim BIP je Erwerbstätigem zeigt: Mit 78.782 Euro hat Essen ein höheres BIP je Erwerbstätigen als die großen Städte des Ruhrgebiets und auch als Köln (62.433 Euro). Einzig Düsseldorf konnte mit 86.384 Euro den Essener Wert toppen.

Bei der Entwicklung der Bruttowertschöpfung (BWS) ließ Essen alle Vergleichsstädte weit hinter sich: Die prozentuale Steigerung der Bruttowertschöpfung im Zeitraum 2006 bis 2009 betrug 21,6 Prozent. Dieser hohe Leistungszuwachs überstieg den Düsseldorfer Wert von 12,6 Prozent, den Dortmunder Wert von 5,0 Prozent und den Mülheimer Zuwachs von 4,5 Prozent. Köln verzeichnete wie auch die anderen Vergleichsstädte ein negatives Wachstum.

Auch in Bezug auf ihre Branchenstruktur ist die Essener Wirtschaft gut aufgestellt. Die Entwicklung der Beschäftigtenzahlen in den einzelnen Branchen zeigt, dass insbesondere die Energieversorgung, Information und Kommunikation sowie das Gastgewerbe aufstrebende Branchen und in Essen stärker vertreten sind als im Landesdurchschnitt Nordrhein-Westfalen. Auch das Grundstücks- und Wohnungswesen, hier steht Essen an der Spitze aller Vergleichsstädte, und das Baugewerbe sind in Essen stärker ausgeprägt als im Landesdurchschnitt. Der Essener Dienstleistungssektor ist stark aufgestellt: Öffentliche und private, freiberufliche, wissenschaftliche und technische sowie die sonstigen wirtschaftlichen Dienstleistungen wuchsen. Mit 81 Prozent der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten, die im Dienstleistungssektor arbeiten, hat Essen den höchsten Anteil im Ruhrgebiet.

Mit positiven Entwicklungen kann Essen auch als Arbeitsplatzstandort aufwarten. Die Zahl der Erwerbstätigen stieg in Essen von 300.640 im Jahr 2006 auf 315.047 in 2009. Mit dieser Zunahme von 4,8 Prozent liegt Essen über dem Wert aller großen Ruhrgebietsstädte und auch vor Köln. Die schon für das erste Halbjahr 2010 vorliegende Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten zeigt, dass Essen der größte Arbeitsplatzstandort im Ruhrgebiet bleibt. Die Zahl der sozialversicherungspflichtigen Arbeitsplätze lag zum 30. Juni 2010 bei 216.620 – das sind 3.474 mehr als zum Vorjahreszeitpunkt. Mit der steigenden Zahl der Arbeitsplätze nahm im Jahr 2010 auch die Zahl der Einpendler zu. Sie stieg auf 110.698 sozialversicherungspflichtig Beschäftigte, die täglich nach Essen einpendeln.

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