Chemie in Essen


Chemie gehört zu den profiliertesten Clustern des Landes Nordrhein-Westfalen. Auch Essen kann mit vielfältigen Kompetenzen im Bereich Chemie aufwarten. Die Bandbreite reicht von Konzernen über große mittelständische Unternehmen bis zu Kleinstunternehmen. So ist eine wesentliche Sparte der Evonik Industries AG das Chemiegeschäft. Die Evonik Industries AG betreibt seit über 120 Jahren am Essener Traditionsstandort Goldschmidtstraße ihre Produktion, Forschung und Entwicklung. Darüber hinaus haben rund 90 Unternehmen aus dem Bereich Chemie ihren Sitz in Essen. Diese Unternehmen sind mit der Herstellung, der Entwicklung oder dem Vertrieb chemischer Produkte befasst oder als Anlagenbauer, Zulieferer und Dienstleister tätig. Essener Unternehmen aus diesem Bereich sind weltweit aktiv.

Grundstoffe, Oberflächen und metallische Werkstoffe, Baustoffe, Lackchemie, Reinigungs- und Pflegemittel, Klebstoffe, Polymerchemie, Spezialchemie, der Anlagenbau, Handel, Ingenieurdienstleistungen und Zulieferung sind hier die Geschäftsfelder.

Evonik Industries AG

Die Evonik Industries AG mit Sitz in Essen beschäftigt weltweit 40.000 Mitarbeiter. Neben den beiden Säulen Energie und Immobilien ist die Chemiesparte das größte Chemieunternehmen in der Metropole Ruhr und beschäftigt hier circa 9.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen gehört weltweit zu den größten Herstellern von Spezialchemikalien. Die Chemiesparte soll weiter gestärkt werden.

Evonik Industries AG, Standort Goldschmidtstraße

Der 1889 gegründete Standort Essen ist mit rund 1.400 Mitarbeitern, sechs Produktionsbetrieben, eigenem Heizkraftwerk und einem Hochregallager der größte produzierende Industriebetrieb der Stadt.

Das Unternehmen gehört zum Geschäftsbereich Consumer Specialties von Evonik, einem weltweit führenden Anbieter bei Roh- und Wirkstoffen für die kosmetische Industrie, für Wasch- und Reinigungsmittel, bei Additiven und Prozesshilfsmitteln für industrielle Anwendungen sowie Stabilisatoren für Polyurethan-Schaumstoffe. Besondere Kompetenzen bestehen dabei in den Bereichen Silicon-, Fett- und Bio-Chemie.

In Essen befinden sich der Hauptsitz, die wichtigsten Produktionsstätten sowie die zentrale Forschung und Entwicklung des Geschäftsbereichs mit rund 280 Forschern und Anwendungstechikern. Die Forschungskompetenz des Standortes Essen wurde in den vergangenen Jahren weiter gestärkt. Dies führte zu einem hohen Umsatzanteil bei Produkten, die jünger als fünf Jahre sind.

Ferrostaal AG

Die Ferrostaal AG ist ein internationales Engineeringunternehmen mit Sitz in Essen und beschäftigte weltweit rund 4.200 Mitarbeiter an über 60 Standorten.

In der Sparte "Projects" mit den Unterteilungen Solar, Biofuels, Petrochemical und Industrial Projects plant, baut und finanziert Ferrostaal als Generalunternehmer Industrieanlagen. Der Geschäftsbereich "Petrochemical" errichtet Anlagen für Produkte wie Methanol und Düngemittel. Er hat in den vergangenen Jahren unter anderem fünf Methanolanlagen und zwei Ammoniakanlagen auf Trinidad gebaut, u.a. die weltgrößte Methanolanlage mit 1,9 Millionen Tonnen Jahreskapazität. Auch Olefine und Raffinerieprodukte gehören zum Portfolio des Bereichs.

Forschung

Fachbereich Chemie an der Universität Duisburg-Essen am Campus Essen

Im Fachbereich Chemie wird naturwissenschaftliche Forschung in ihrer ganzen Breite betrieben: Die klassischen chemischen Fächer anorganische Chemie, organische Chemie, physikalische Chemie und technische Chemie werden durch die analytische Chemie, das Biofilm-Center, die Didaktik der Chemie und der theoretischen Chemie ergänzt. Insbesondere die Lehrstühle der technischen Chemie sind für die anwendungsorientierten Kooperationen mit KMU hochinteressant. Im 7. EU-Forschungsrahmenprogramm sind Ansätze zur Förderung von Kooperationen zwischen Unternehmen und Wissenschaft dargestellt.

Jedes Jahr promovieren hier über 35 junge Wissenschaftler. Neben 1.300 Studierenden sind mehr als 180 Doktoranden im Fachbereich Chemie eingeschrieben.

Zentrum für Medizinische Biotechnologie (ZMB)

Mehr als 40 Arbeitsgruppen haben sich seit 2003 dem ZMB angeschlossen. Schwerpunkte sind die vier Forschungsprogramme "Onkologie", "Virologie, Infektionskrankheiten und Transplantation", "Gentechnik, Entwicklungs-, Molekular- und Zellbiologie" sowie "Biomolekulare Struktur und Funktion".

Science Support Centre (SSC)

Das SSC ist der Ansprechpartner an der Universität Duisburg-Essen für alle Aspekte der Zusammenarbeit zwischen Unternehmen und Wissenschaftlern und universitären Gründungen.

Ausbildung

Eine Sonderstellung bei der Ausbildung nimmt aufgrund des Umfangs und der besonderen Qualität der Rahmenbedingungen die Evonik Goldschmidt GmbH ein. Aktuell werden im unternehmenseigenen Berufsbildungszentrum in eigenen Lehrlaboren, Lehrtechnikum und Lehrwerkstätten 100 Auszubildende an ihre künftigen Berufe herangeführt.

Projekte und Programme

Chemieatlas Ruhrgebiet

Der "Chemieatlas Ruhrgebiet", ein Portal mit kartografischer Datenbank im Internet, vermittelt einen schnellen Überblick über Standorte, Kompetenzen und Produkte von Chemie- und chemienahen Unternehmen. Essen ist eingebunden in den bundesweit bedeutenden Chemiestandort Rhein-Ruhr.

Förderung des Landes NRW

Die EWG – Essener Wirtschaftsförderungsgesellschaft mbH unterstützt die im Zuge der NRW-Clusterbildung durch das Land initiierten Wettbewerbe, u.a. für Chemie und Kunststoff (Chek.NRW). Gleichzeitig pflegt die EWG Kontakte zu regionalen und landesweiten Netzwerken und Clustermanagements um dadurch insbesondere kleine und mittlere Unternehmen mit Informationen zu unterstützen.
Symbol: Informationen

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