2001 folgte die Aufnahme auf die Weltkulturerbeliste der UNESCO, ein richtungweisender Faktor für die weitere Entwicklung des Standortes. Vielfalt bestimmt das Angebot. Zollverein hat sich als Veranstaltungsort für hochkarätige Kultur- und Unternehmensveranstaltungen etabliert. Im von Lord Norman Foster umgebauten ehemaligen Kesselhaus sind prämierte Designprodukte zu sehen, Shops und künstlerische Werkstätten bieten ungewöhnliche Produkte an, Restaurants und Cafés laden zum Genießen ein.
Zollverein ist einer der interessantesten Wirtschaftsstandorte der Region: heute haben über 70 Unternehmen aus der kulturellen, kreativen und designorientierten Branche wie das Designzentrum NRW und Pact Zollverein mit mehr als 500 Mitarbeitern im außergewöhnlichen Ambiente der umgebauten Industriehallen ihren Sitz – weitere kommen hinzu. Schwerpunkte der Entwicklung zum Design-, Kultur- und Wirtschaftsstandort waren der Umbau der Kohlenwäsche, die 2006 erstmalig durch die ENTRY Perspektiven und Visionen im Design genutzt wurde und ab 2008 das Ruhrmuseum beherbergt sowie der Bau der Zollverein School of Management and Design, die vom japanischen Architekten SANAA entworfen wurde und 2006 eröffnet wurde. In Entwicklung befinden sich zwei Gewerbeparks für Designer und designaffine Unternehmen, die designstadt zollverein auf Schacht 1/2/8 und Flächen auf der Kokerei Zollverein.
Die designstadt zollverein entwickelt sich zu einem Ort, an dem sich die Kreativwirtschaft versammelt und ihre Zusammenarbeit gefördert wird. Auf dem 35.000 m² großen Areal entstehen moderne Bürogebäude in Nachbarschaft zur inspirierenden Industriekulisse Zollvereins. Der erste Neubau „Designstadt N°1“ ist vollständig vermietet und bietet flexiblen Raum für ganz unterschiedliche Betriebsgrößen und Nutzungen. Die „Designstadt N°2“ ist in Planung und für einen großen Teil der restlichen Fläche liegt ein hohes Investitionsinteresse von Scheich Hani Yamani aus Saudi-Arabien vor. Geplant ist neben weiteren Gebäuden auch ein Hotel, das sich durch eine designorientierte Einrichtung auszeichnen soll.
Auf Zollverein warten außergewöhnliche Immobilien darauf, mit neuem Leben gefüllt zu werden. Diese historisch wertvollen Gebäude zeichnen sich durch ihren individuellen Charakter und ihre besondere Lage aus. Die Möglichkeiten für neue gewerbliche Nutzungen sind ebenso vielfältig wie die Gebäudetypen selbst. Das Kammgebäude auf der Kokerei wird ab Mitte 2008 zum Zunft-Viertel umgebaut, in dem ausgewählte Unternehmen, Manufakturen und Handwerker angesiedelt werden, deren Angebote und Produkte sich durch ihre Nachhaltigkeit und Regionalität auszeichnen.
Insgesamt wird das Gelände der Kokerei ab 2009 entwickelt. Ziel ist es, die Kokerei für Investoren interessant zu gestalten, vorhandene Gebäude einer neuen Nutzung zuzuführen und weitere neu zu bebauende Flächen anzubieten. Dazu wird bis Ende 2007 ein städtebauliches Leitbild und ein Nutzungskonzept entwickelt. Diese bilden die Grundlage für den Bebauungsplan für den Bereich Kokerei, der dann aufgestellt wird.
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