Der Essener Büromarkt war auch im Jahr 2009 von Stabilität geprägt. Mit einem Büroflächenabsatz von 124.000 m² wurde erneut ein Spitzenwert erzielt. Rund 102.000 m² entfallen dabei auf die Fremdvermietung. Diese stieg somit um 11 % im Vorjahresvergleich. Die von Eigennutzern belegten Flächen summieren sich auf cirka 22.000 m². Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einem Rückgang von rund 63 %. Insgesamt hat die EWG 136 relevante Vertragsabschlüsse in Abstimmung mit Eigentümern und lokalen Maklern erfasst. Im Jahr 2009 war die beliebteste Büromarktlage der Bereich Innenstadt/Südviertel mit einem Anteil von rund 37 % am gesamten Flächenabsatz. Die weststadt mit rund 19 % und der Krupp-Gürtel mit rund 13 % folgen. Größte Mieter waren 2009 die Deutsche Bank mit ihrem neuen Service Center, das im Objekt Bismarckplatz 1 cirka 18.500 m² belegen wird und die GNS Gesellschaft für Nuklear-Service GmbH mit cirka 15.200 m². Die GNS wird im Jahr 2011 in der weststadt ein neues Verwaltungsgebäude beziehen.
Trotz der weiterhin schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen beläuft sich die Angebotsreserve Ende 2009 auf rund 170.000 m² einschließlich der Untervermietungsangebote Dies entspricht einer moderaten Leerstandsquote von rund 4,9 %.
Die Neubaufertigstellungen des Jahres 2009 inklusive der der Revitalisierungsprojekte Kennedy Tower und Glückaufhaus betragen cirka 44.000 m² Bruttogeschossfläche (BGF). Das Volumen der Fertigstellungen wird in 2010 erheblich auf rund 130.000 m² BGF steigen. Beispielsweise realisiert ThyssenKrupp im gleichnamigen Quartier in drei Bürogebäuden rund 42.000 m² BGF.
Die Spitzenmiete in Essen liegt bei cirka 13,00 EUR - 13,50 EUR und wird bei Neubauprojekten in den bevorzugten Bürolagen Rüttenscheid/Bredeney, Innenstadt/Südviertel und der weststadt erzielt. Der Durchschnittsmietpreis verharrte 2009 bei rund 9,00 EUR / m². In den Nebenlagen sind in Objekten mit einfacher Ausstattung Mietpreise von lediglich 4,50 m² - 6,00 EUR /m² erzielbar
Der Bürostandort Essen verfügt über ein ausgewogenes Angebot an erstklassigen Büroflächen und kurzfristig umsetzbaren Entwicklungsflächen. In den vergangenen Jahren haben sich in Essen verschiedene Büroschwerpunkte herausgebildet und etabliert.
Im Bereich der Innenstadt und dem Südviertel, insbesondere im näheren Umfeld des Hauptbahnhofes, stehen Flächen für neue Büroprojekte zur Verfügung. Zum Beispiel plant am westlichen Rand der Innenstadt die Europa-Center AG ein weiteres attraktives Bürogebäude. Weitere Impulse für den Büromarkt sind im Rahmen der bevorstehenden Entwicklung des neuen Stadtquartiers Universitätsviertel - grüne Mitte Essen zu erwarten.
Zu den Top-Bürolagen in Essen gehören die im südlichen Stadtgebiet gelegenen Stadtteile Rüttenscheid und Bredeney. Insbesondere das GRUGACARREE in Rüttenscheid mit unmittelbarer Nachbarschaft zur Messe Essen, zum Grugapark und zur A 52 entwickelt sich zu einer ersten Adresse als Büro- und Wohnquartier. Ende 2009 wurde das Rüttenscheider Tor fertig gestellt und die neue Verwaltungszentrale von E.ON Ruhrgas folgt im August 2010. Die Bürolage Bredeney wird vor allem durch den Büropark Bredeney und das Objekt Theodor-Althoff-Straße 1 geprägt.
Der in einem landschaftlich reizvollen Umfeld gelegene Büropark Ruhrallee markiert als südlichsten Punkt die Büroachse Helbingstraße/ Ruhrallee. In elf harmonisch angeordneten Gebäudekomplexen sind in den neunziger Jahren über 60.000 m² Bruttogeschossfläche entstanden. Der Büropark Ruhrallee ist über die Nähe zur A 52 verkehrlich hervorragend angebunden.
In der weststadt, mit direkter Nachbarschaft zur Essener Innenstadt, sind in den vergangenen Jahren eine Reihe hochwertiger Büroimmobilien wie z.B. die Objekte westside und S05 entstanden. Die Erweiterung der weststadt findet mit der Entwicklung des südlich angrenzenden, ehemaligen Siemens-Areal ihre Fortsetzung.
Im Norden stehen der überwiegend durch Eigennutzung gekennzeichnete M1 Gewerbepark und der angrenzende, als Vermietungsobjekt konzipierte Bamler Servicepark mit einer Kombination aus Büro- und Serviceflächen, der Essener Servicepark sowie der Business Parc Essen-Nord als etablierte Bürostandorte für eine überaus positive Entwicklung.
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